| |
3. ebXML Message Service
6
1. Unternehmen A erfährt von einer ebXML-Registry. Es schaut die dort vorhandenen
Daten an und entscheidet sich dafür, selbst aktiv an ebXML teilzunehmen.
2. Das Unternehmen A plant und implementiert eine eigene ebXML-konforme Anwendung.
Dabei ist es aber auch nicht unbedingt notwendig, eine Individualanwendung zu erstel-
len. Vielmehr ist zu erwarten, dass es in Zukunft auch fertige ebXML-Anwendungen
von Drittherstellern gibt, die ein Unternehmen nur für die eigenen Belange konfigurieren
muss (in etwa analog zu anderen Softwaresystemen wie z. B. SAP R/3).
3. Um selbst von anderen Unternehmen gefunden werden zu können, erstellt Unternehmen
A ein sogenanntes Business Profile
uber sich selbst, das Informationen über die ebXML-
Schnittstellen der eigenen Systeme sowie die von A unterstützten Geschäftsszenarien
(das sind in XML kodierte Geschäftsprozesse) enthält. Dieses Business Profile wird in
der ebXML-Registry abgelegt.
4. Unternehmen B sucht einen geeigneten Geschäftspartner. Es fragt daher bei einer
ebXML-Registry nach Unternehmen an, die die gesuchten Geschäftsprozesse unterstüt-
zen. Dabei findet Unternehmen B das Unternehmen A und fordert dessen Business
Profile an.
5. Unternehmen B sendet eine Nachricht an Unternehmen A, in dem es Interesse an einer
Geschäftsbeziehung gemäß des Business Profiles von Unternehmen A interessiert ist.
Bevor der eigentliche Austausch von Geschäftsnachrichten erfolgt, sendet Unternehmen
B einen Vorschlag für eine Geschäftsvereinbarung direkt an die ebXML-Schnittstelle von
Unternehmen A. Dieses enthält eine Vereinbarung über die zu nutzenden Geschäftssze-
narien sowie über technische Parameter wie zum Beispiel zu nutzende Kommunikati-
onskanäle, Adressen, Verschlüsselungs- und Signatureinstellungen etc.
Nach einer eventuellen Verhandlungsphase akzeptiert Unternehmen A die Vereinbarung.
6. Der eigentliche Austausch von ebXML-Geschäftsnachrichten kann beginnen.
2.2 ebXML-Lebenszyklus
Abbildung 2 zeigt einen
Uberblick über die einzelnen Phasen im Rahmen des ebXML-Modells
und ihren Zusammenhang mit den Elementen des ebXML-Modells.
In dieser Arbeit werden wir uns nur mit den SchrittenProcess Definition undProcess
Excecution und den dabei angesprochenen Spezifikationen befassen.
3 ebXML Message Service
3.1
Uberblick
Der ebXML-Message-Service definiert, wie Nachrichtenverpacktwerden müssen, um ebXML-
konform versandt werden zu können. Dabei definiert dieser Standard nicht, wie die Nach-
richten selbst (im ebXML-Jargon als payload data bezeichnet) zu formatieren sind, sondern
nur, mit welchen Headern etc. diese Nachrichten zu versehen sind, um als ebXML-Nachricht
Jörn Gersdorf
Seminar WWW und Datenbanken
|  |
|
| |
|
|