| |
2.
Uberblick über ebXML
4
1.2 Ziele von ebXML
Electronic business XML ( ebXML) ist ein Ende 1999 gegründetes gemeinsames Projekt der
UN/CEFACT (United Nations body for Trade Facilitation and Electronic Business) und der
OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards). Es hat
sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von 18 Monaten eine o®ene XML-basierte Infrastruktur für
die elektronische Abwicklung von Geschäften bereitszustellen. Seit dem 14. Mai 2001 sind
die ebXML-Spezifikationen nun verabschiedet.
ebXML wird dabei unterstützt durch eine große Anzahl namhafter Unternehmen und Organi-
sationen, darunter das X.12-Standardisierungsgremium, die XML/EDI-Gruppe, S.W.I.F.T.,
IBM und Sun Microsystems.
Ziel von ebXML ist es nicht, eine Reihe papierbasierter Geschäftsdokumente in eine XML-
DTD zu
ubersetzen, sondern ein Rahmenwerk für die Scha®ung konsistenter, robuster und
integrationsfähiger (weil o®ener) eBusiness-Anwendungen zu definieren, um letztendlich da-
durch einen einzigen globalen eBusiness-Markt zu scha®en. Dabei ist die Sichtweise nicht
dokumenten- sondern geschäftsprozessorientiert.
2
Uberblick über ebXML
ebXML geht weit darüber hinaus, nur ein Format für den Austausch von Geschäftsnachrichten
zu definieren. ebXML stellt die folgenden Konzepte bereit:
² Einen Standardmechanismus, mit dem Geschäftsprozesse und das damit verbundene
Informationsmodell beschrieben werden können.
² Einen Mechanismus, mit dem Geschäftsprozesse in einer Registry hinterlegt und durch
andere Nutzer wiederverwendet werden können.
² Die Möglichkeit, Informationen über Teilnehmer an ebXML aus einer Registry abzurufen
und in dieser abzulegen. Diese Informationen können sein
unterstützte Geschäftsprozesse
Daten über Schnittstellen, über die die Geschäftsprozesse abgewickelt werden
Geschäftsnachrichtstypen, über die Geschäftsprozesse abgewickelt werden
technische Konfigurationsdaten über Transportprotokolle und Sicherheitsparame-
ter.
² Ein Mechanismus, mit dem eine Vereinbarung über eine Geschäftsbeziehung beschrieben
werden kann und die aus den Daten, die über Teilnehmer in der Registry gespeichert
wurden, abgeleitet werden kann (Collaboration Protocol Agreements, CPA).
² Ein Messaging Service, der den Nachrichtenaustausch sicher und zuverlässig ermöglicht.
² Ein Mechanismus, den Messaging Service entsprechend der Vereinbarungen des CPAs
zu konfigurieren.
Jörn Gersdorf
Seminar WWW und Datenbanken
|  |
|
| |
|
|