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1. Einführung
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1 Einführung
Seit Bestehen der elektronischen Datenverarbeitung versuchen Unternehmen, diese unter an-
derem zum Zwecke der E±zienzsteigerung und Kostenreduktion einzusetzen. Geschäftspro-
zesse sollen durch den Einsatz von Datenverarbeitung unterstützt werden, um sie schneller,
transparenter und flexibler zu machen.
Mit dem Aufkommen von Technologien, die häufig unter den Oberbegri®en Internet- und
eCommercetechnologien zusammengefaßt werden, ergeben sich neue Herausforderungen, aber
auch neue Möglichkeiten.
Die ebXML-Initiative will hier einen o®enen Standard zur Integration von eBusiness-Applika-
tionen im Internetumfeld scha®en.
Der Großteil dieser Seminararbeit basiert auf einigen vorläufigen ebXML-Spezifikationen, die
inzwischen durch die finalen Versionen ersetzt worden sind (siehe 1.2). Dies sind insbesondere
[ebXML-TA], [ebXML-BP-SS] sowie [ebXML-MSS]. Dabei ist zu beachten, dass die Spezifi-
kationen selbst noch bearbeitet werden und teilweise auch noch Unstimmigkeiten beinhalten.
So zum Beipiel auch die Spezifikation [ebXML-BP-SS], in der widersprüchliche Aussagen
bezüglich des ElementsDocumentEnvelope zu finden sind1.
1.1 Historie
Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren praktizieren Unternehmen und Behörden bereits den
elektronischen Austausch von Daten (Electronic Data Interchange, abgekürzt EDI ). Darunter
wird der papierlose Austausch strukturierter Geschäftsdaten wie zum Beispiel Angebotsanfra-
gen, Angebote, Rechnungen etc. verstanden. Ein wesentliches Merkmal dieses Austauschs ist
die Möglichkeit der automatischen Weiterverarbeitung der Nachrichten in der empfangenden
Anwendung.
Trotz der Vorteile, die ein papierloser Austausch von Geschäftsdaten mit sich bringt (Ra-
tionalisierung von Kommunikationsvorgängen, Optimierung von Geschäftsprozessen) hat sich
EDI nicht in der Breite durchsetzen können. Wegen der hohen Kosten einer Implemen-
tierung betreiben heute vorwiegend Großunternehmen EDI in denklassischen Standards
EDIFACT respektive X.12. Weitere Nachteile dieser Formate sind die starre Ausrichtung auf
lang bestehende und unveränderte Geschäftsprozesse sowie die geringen Freiheitsgrade in den
Formatspezifikationen für die Realisierung spezifischer EDI-Nachrichten.
Durch die Verbreitung des Internets existieren zudem neue Möglichkeiten, die im klassischen
EDI nicht vorgesehen waren. Dazu gehören beispielsweise die elektronische Suche von Ge-
schäftspartnern in sogenannten Repositories oder die elektronische Einigung auf bestimmte
Geschäftsprozessvorgänge.
XML bietet in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, die auszutauschenden Nachrichten
in einem flexiblen, anerkannten und weit verbreiteten Format zu kodieren. Die Verwendung
von XML und anderen o®enen Internetstandards verspricht eine einfache und kostengünstige
Implementierung von XML-basierten EDI-Standards, wodurch diese Technologie auch für
kleine und mittlere Unternehmen interessanter wird.
1teilweise findet sich BusinessDocument als Attribut zu DocumentEnvelope, teilweise als Kindelement.
Jörn Gersdorf
Seminar WWW und Datenbanken
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